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Das liebe Geld. Es gibt kaum etwas auf der Welt, was mehr Freude bereiten kann aber auch mehr Sorgen verursacht. Wer Geld hat, hat scheinbar nie genug und wer keines hat, verschuldet sich oft hoffnungslos bei dem Versuch seine Rechnungen zu begleichen und seinen Lebensstandard zu erhalten. Nicht nur Privatpersonen geht es so, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen können sich in so einer Lage wieder finden.

Wege aus der Krise

Wer kein Geld hat und nicht weiß wie er die Rechnungen für den nächsten Monat bezahlen will, kann meist auch keinen Kredit aufnehmen. Denn für einen Kredit braucht man widerum Sicherheiten und die hat man nicht, sonst hätte man wohl schon längst seine fälligen und überfälligen Rechnungen bezahlt. Ohne Kredit wird nicht nur der Schuldenberg immer größer, auch die Zinsen wachsen an und können zu dem Schuldenberg hinzu addiert werden. Außerdem erzeugt die Verschuldung bei den Betroffenen oft einen enormen psychischen Druck, denn die Gläubiger verlieren auch irgendwann die Geduld. Eine Umschuldung mit Hilfe eines Kredits wäre zumindest eine vorübergehende Lösung und so versuchen Schuldner oft, doch noch Geld aufzutreiben, durch Verkäufe, Hypotheken oder Leihen von Freunden oder Verwandten.

Geschäftliche Handlungsunfähigkeit

Auch und besonders kleine und mittelständische Betriebe können von solchen Liquiditätsproblemen lahm gelegt werden. Es ist oft unverständliche wieso die Banken keine weiteren Kredite gewähren, denn es geht meist tatsächlich nur um eine Überbrückung und die Firma wird bald wieder liquide sein. Hier greift das sogenannte Factoring. Die Firma verkauft ihre offenen Rechnungen an ein Factoring-Unternehmen. Besonders Handwerksbetriebe, die auf Großbaustellen arbeiten, müssen häufig so lange auf die Bezahlung ihrer Rechnungen warten, dass ihnen schließlich das Geld für den Materialankauf für den nächsten Auftrag fehlt.

Die Folge: Die Firma kann keine Aufträge mehr annehmen, die Schulden steigen weiter und es kommen irgendwann keine Aufträge mehr rein. Um dieser Abwärtsspirale zu entgehen, kann man als Unternehmer seine offenen Forderungen verkaufen und so von dem Factor fast den gesamten ausstehenden Betrag ausgezahlt bekommen. So bleibt die Liquidität erhalten, der Factor treibt die Forderungen schließlich ein und überweist dann den Restbetrag. Natürlich behält der Factor eine kleine Provision ein und erhält die Zinsen die der Debitor, also der Schuldner, auflaufen lässt. Doch am wichtigsten ist, dass das Unternehmen liquide und handlungsfähig ist und bleibt und in der Zwischenzeit neue Aufträge und damit neue Profite einfährt, statt bei laufenden Kosten still zu stehen oder gar neue Schulden zu machen. Eine gute Möglichkeit der Schuldenfalle zu entgehen!

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