Man stellt es sich immer ganz einfach vor sich einen Immobilienkredit zu sichern, man fragt einfach den Berater des Kreditinstituts was der Kredit kostet und der Berater nennt eine Summe, in der alles enthalten ist. Das ist allerdings nicht immer der Fall, denn nicht selten kommt es vor, dass die Kosten, die der Berater nennt nicht alle umfassen, die auf den Darlehensnehmer zukommen. Man muss beispielsweise auch noch die Provision des Beraters bezahlen, die in Branchenkreisen auch als Kick-Back-Zahlung bezeichnet wird. Das wird dem Kunden in den meisten Fällen nicht mitgeteilt, obwohl die Banken und freien Finanzberater dazu verpflichtet sind. Verbraucherschützer protestieren schon seit längerem gegen die verschwiegenen Kosten, die den Bauinteressierten erwarten und haben die Verbraucher auch schon des öfteren davor gewarnt, dass es bei allen Instituten, die mit Versicherungen und Bausparkassen zusammenarbeiten solche Kick-Backs gibt.
Besonders bei Ansparverträgen und Kombifinanzierungen bedienen sich die Banken, Sparkassen und Finanzberater an den Kick-Back-Zahlungen und lassen den Kunden im Ungewissen, dass sie sich wegen der Provision dumm und dämlich an den Verträgen verdienen. Bei Anspar- und Kombifinanzierungen erhält der Kunde zunächst einen Bausparvertrag, der jahrelang bespart werden müsste. Um diesen Vorgang zu beschleunigen gewährt das Kreditinstitut dem Kunden einen Zwischenkredit, für den dann Gebühren von der Bank verlangt werden. Für dieses Finanzierungsmodell muss der Kunde also weit mehr zahlen als bei einem klassischen Annuitätendarlehen und die Bank macht mit den versteckten Provisionen gleichzeitig mehr Gewinn.
Ein Honorar-Berater, dem das Wohl des Kunden am Herzen liegt, würde seinen Kunden immer davon abraten eine Anspar- oder Kombifinanzierung für den Hausbau oder Immobilienkauf zu nutzen.
Die Institute sind seit einer richterlichen Anordnung vor ein paar Jahren gezwungen den Kunden über geheime Provisionen, die er bei bestimmten Finanzierungen zahlt, aufzuklären und ihm so die Möglichkeit zu geben sich für ein günstigeres Produkt zu entscheiden.
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17. März 2010
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